Die Fakten zum Thema betriebliches Umweltmanagement

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Was ist Umweltmanagement?

Als Umweltmanagement bezeichnet man jenen Bereich des Managements in einem Unternehmen, der sich mit allen betrieblichen und behördlichen Umweltaspekten der Organisation auseinandersetzt. Mit dem Aufbau eines Umweltmanagementsystem soll die Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit der Produkte und Prozesse einer Organisation und die entsprechenden Verhaltensweisen der Mitarbeiter und Stakeholder (Kunden, Öffentlichkeit etc.) gesichert werden.

Auf den folgenden Seiten sollen die Grundlagen für betriebliches Umweltmanagement bzw. Umweltmanagementsysteme erklärt werden. Dabei wird natürlich auch auf die entsprechenden Zertifizierungen für ein UMS nach EMAS und DIN EN ISO 14001 und die Rollen als Umweltbeauftragter, Umweltmanager oder Umweltauditor eingegangen.

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Warum eigentlich Umweltmanagement? - Gründe für ein systematisches Umweltmanagement im Unternehmen

Welche Gründe gibt es Umweltmanagement im Unternehmen zu betreiben. Viele Unternehmer und Entscheider sehen zunächst nur weitere Kosten, welche die Einführung eines Umweltmanagementsystems vermeintlich mit sich bringen. Doch dieser kurzfristige Denkansatz kann in der Zukunft verheerende Folgen für das Unternehmen haben.


Umweltrisiken sind Unternehmensrisiken


Der zentrale Denkansatz muss deshalb sein, dass Umweltrisiken immer auch Unternehmensrisiken sind. Aber warum:

  • Das Ignorieren von ökologischen Kundenwünsche bzw. Marktanforderungen
  • Fehlende oder unzureichende Genehmigungen
  • Kapitalbindende Umweltschutzauflagen
  • Organisationsmängel bei umweltrelevanten Anlagen
  • Betriebsstörungen und Störfälle
  • Altlasten
  • Gesetzesverstöße mit straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen

führen zu einem Mehraufwand für das Unternehmen und stören den reibungslosen Ablauf des Betriebes.


Der Klimawandel


Der Klimawandel und die Globalisierung führen bis zum Jahr 2050 zu einer Reduktionsnotwendigkeit von:

  • Fossilen Brennstoffe um -80 bis 90%
  • Nicht erneuerbare Rohstoffe um -80 bis 90%
  • Kohlendioxidemissionen um -80 bis 90%


Die Folgen eines Wirtschaften ohne Umweltmanagementsystem


Die Folgen dieser Entwicklungen und eines Wirtschaften ohne systematisches betriebliches Umweltmanagement sind dramatisch und können das Fortbestehen eines Unternehmens am Markt bedrohen. Hier sind für Sie die wichtigsten Konsequenzen kurz notiert:

  • Problemdruck / Kostendruck / Leistungsdruck
  • Geschäftsrisiken (Kapitalmarkt, Basel II)
  • Marktchancen (“New Deal“)
  • Internalisierung (Emissionshandel, Steuern ..)
  • Umweltschutz als Business case
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Das Umweltmanagementsystem

Ein UMS ermöglicht es, Umweltprobleme vorsorgend anzugehen und mittels planerischer Tätigkeiten teure Technologien durch produktionsintegrierte Lösungen zu ersetzen oder zu ergänzen. Hierzu zählen vor allem Kreislaufführungen, Materialsubstitutionen und Prozessablaufänderungen.
Das Umweltmanagement umfasst dabei die Planung, Steuerung, Überwachung und Verbesserung aller betrieblicher Umweltschutz - Maßnahmen sowie eine umweltorientierte Betriebs- und Mitarbeiterführung. Die europaweit geltende EMAS - Verordnung und die weltweit anerkannte DIN EN ISO 14001 ermöglichen den Unternehmen, ihr Umweltmanagement - System nach einheitlichen und überprüfbaren Vorgaben aufzubauen und offiziell zertifizieren bzw. validieren zu lassen.
Ein Kernstück der beiden Umweltmanagementsysteme ist die Festlegung der innerbetrieblichen Abläufe, der Zuständigkeiten und Verantwortungen zur Verbesserung der betrieblichen Umweltsituation. Durch die Erkenntnis, dass auch unsere Umwelt als ein begrenzter Produktionsfaktor gleichbedeutend neben den Faktoren Arbeit und Kapital nicht frei verfügbar ist, sind umweltbewusst geführte Unternehmen gerne bereit, zukunftssichere, umweltverträgliche und kostensparende Lösungen für ihren Betrieb einzusetzen.

Gängige Umweltmanagementsysteme

In Deutschland sind derzeit ca. 7000 Unternehmen nach der DIN EN ISO 14001 zertifiziert oder nach EMAS validiert. Diese beiden UM - Systeme sind die anerkanntesten und deshalb überwiegend genutzten. Um auch kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) den Einstieg in ein UMS zu ermöglichen, gibt es mehrere Umweltmanagement - Konzepte, die sehr stark nach den individuellen Bedürfnissen des Unternehmens ausgerichtet sind.

Umweltmanagementsysteme

Abb. I: Umweltmanagementsysteme

Ziele eines Umweltmanagement Systems

Ziel der EMAS - Verordnung und der ISO - Norm 14001 ist es, betrieblichen Umweltschutz auf einem umweltverträglichen Stand zu halten und kontinuierlich zu verbessern. Das UMS systematisiert dabei den betrieblichen Ablauf, um ökonomische und ökologische Leistungen zu steigern und ökologisches Bewusstsein zu demonstrieren.


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Vorteile durch die Einführung von Umweltmanagementsysteme für das Unternehmen

Umweltmanagementsysteme (UMS) bieten die Chance, die Mitarbeiter aktiver in ihr Unternehmen einzubinden und deren "Vor-Ort-Wissen" besser zu nutzen. Es können so Verbesserungspotenziale genutzt werden, die andernfalls oft verborgen bleiben.

Es ergeben sich unter anderem folgende Vorteile für das Unternehmen durch die Einführung eines UM -Systems:

  • Erhöhung der Rechtssicherheit des Unternehmens und des Unternehmers durch Erfüllen gesetzlicher Forderungen und Auflagen.
  • Sicherstellung der unternehmerischen Sorgfaltspflicht.
  • Reduzierung von Schadstoffen und damit geringere Belastungen für die Umwelt.
  • Verringerung von Unfall- und Haftungsrisiken.
  • Vorbeugung von Imageverlusten durch den Aufbau und die Dokumentation von Verantwortungs- und Verhaltensstrukturen bei Stör- und Notfällen.
  • Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, da viele Kunden ein UM-System bei der Auftragsvergabe bevorzugen oder fordern.
  • Imagegewinn des Unternehmens nach außen und innen durch Information der Öffentlichkeit.
  • Steigerung der Versicherungs- und Kreditwürdigkeit.
  • Verbesserung der Mitarbeitermotivation durch stärkere Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen.
  • Sensibilisieren der Mitarbeiter für umweltschutzrelevante Themen.
  • Kostenersparnisse bei Abfall, Material, Wasser, Energie- und Stoffströmen.

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